Warum beschlagen Fenster im Winter – und wann ist das ein gutes Zeichen?
- Nick Rohwedder

- 7. Nov.
- 3 Min. Lesezeit

Wenn es draußen kalt und drinnen schön warm ist, passiert es fast überall: Das Fenster beschlägt. Am Morgen ein milchiger Schleier, kleine Tropfen am Glas – und sofort stellt sich die Frage: „Ist das normal – oder stimmt mit meinen Fenstern etwas nicht?“
Die gute Nachricht zuerst: Nicht jedes beschlagene Fenster ist ein Problem. In manchen Fällen ist es sogar ein positives Zeichen für gute Dämmung.
Was passiert, wenn Fenster beschlagen?
Beschlag entsteht durch Kondensation – also, wenn warme, feuchte Raumluft auf eine kalte Fläche trifft und dort abkühlt. Die Luft kann dann weniger Feuchtigkeit halten, und der Wasserdampf schlägt sich als Kondensat nieder.
Im Winter ist das besonders häufig der Fall, weil warme Raumluft an der kalten Glasscheibe abkühlt – ein ganz natürlicher physikalischer Prozess.
Doch entscheidend ist wo das Fenster beschlägt: innen, außen oder zwischen den Scheiben.
Wenn die Außenseite beschlägt – alles gut!
Viele wundern sich, wenn die Außenseite eines modernen Fensters morgens leicht beschlagen ist. Aber genau das zeigt, dass die Isolierung hervorragend funktioniert.
Denn: Die äußere Glasscheibe bleibt bei gut gedämmten Fenstern so kalt, dass sich die Feuchtigkeit aus der Außenluft darauf niederschlägt.
Kurzum: Außen beschlagene Fenster sind kein Mangel,sondern ein Zeichen für hohe Energieeffizienz.
Sobald die Sonne scheint oder die Luft trockener wird, verschwindet der Beschlag von selbst.
Wenn die Innenseite beschlägt – besser hinsehen
Beschlag auf der Innenseite des Fensters ist ein anderes Thema. Das zeigt, dass im Raum zu viel Feuchtigkeit vorhanden ist oder die Luftzirkulation nicht ausreicht.
Häufige Ursachen:
unzureichendes Lüften
zu niedrige Raumtemperatur
große Pflanzen oder Wäsche im Raum
alte oder undichte Dichtungen
Wärmebrücken im Bereich der Laibung
Langfristig kann das zu Schimmelbildung und Feuchtigkeitsschäden führen.
Tritt Kondenswasser regelmäßig auf,sollte man die Dichtungen, das Lüftungsverhaltenund ggf. den Zustand des Fensters prüfen lassen.
Wenn zwischen den Scheiben Feuchtigkeit sichtbar ist
Dann ist der Scheibenverbund defekt – also die Gasfüllung oder die Randversiegelung der Isolierverglasung undicht. Das ist kein Schönheitsfehler, sondern ein Zeichen, dass das Fenster technisch ausgetauscht werden sollte.
Hier hilft kein Lüften oder Reinigen mehr – der Wärmeschutz ist dann bereits beeinträchtigt.
Was kann man gegen Kondenswasser tun?
Stoßlüften statt kippen – mehrmals täglich 5–10 Minuten.
Temperatur halten – gleichmäßig heizen, keine kalten Ecken.
Luftzirkulation verbessern – Möbel nicht direkt an Außenwände.
Dichtungen prüfen – alte Dichtungen verlieren oft Elastizität.
Luftfeuchtigkeit messen – Hygrometer hilft, Werte unter 60 % zu halten.
Fazit: Beschlag ist nicht gleich Problem
Fensterbeschlag ist ein ganz normales Phänomen – entscheidend ist, wo er auftritt und wie häufig.
Wenn’s außen ist → alles bestens. Wenn’s innen ist → beobachten und handeln (gegebenenfalls einem Fachmann zeigen). Wenn’s zwischen den Scheiben ist → Zeit für eine Erneuerung.
Und wenn du wissen möchtest,wann sich Abdichten oder Austauschen wirklich lohnt, lies direkt weiter:👉 „Fenster abdichten oder austauschen – was lohnt sich wirklich?“
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